An einigen Orten und Wegen in der Seestadt werden Szenen, Monologe, Erzählungen und Lieder und andere Zeugnisse aus dem Leben und Werken jener Frauen aufgeführt, die durch die Straßennamen in der Seestadt repräsentiert sind.

Wir nennen sie die „Seestadt- Frauen“!

In doppeltem Sinne ist es für die Zuseher ein Erwandern von Seestadt-Welten: inhaltlich durch die Vitae der „Seestadt-Frauen“ und physisch durch die fließenden Ortswechsel.

Sechs Schauspielerinnen und Schauspieler porträtieren diese Frauenleben und interagieren auch mit Institutionen und KünstlerInnen vor Ort, z.B. mit der Malerin Milu Löff-Löffko, die parallel eine Ausstellung ihrer „Seestadt- Frauen“-Bilder zeigt.

Ohne sich exponieren zu müssen, sind die Zuseher teilweise aktiv in das Geschehen eingebunden.

So 23. September 2018  11 Uhr und 17 Uhr
So 30. September 2018  11 Uhr und 17 Uhr

Treffpunkt/Beginn
Büro Stadtteilmanagement Hannah- Arendt-Platz 1 in der Seestadt Wien.  
Dauer 1 1/2 bis 2 Stunden.

Eintritt frei!

Kontakt/Reservierungen (Zählkarten):

+43 676 38 487 94 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

"DIE SEESTADT-FRAUEN"

Konsequenz, Freigeistigkeit und ein unbeugsamer, starker Wille, sind der „rote Faden“, der all diese Frauen in ihrer großen Unterschiedlichkeit verbindet; dieser rote Faden zieht sich als deutlich erkennbares Leitmotiv durch die Stückcollage. Einige der Frauen werden sich begegnen, auch wenn das im wirklichen Leben nie passiert ist, werden einander vorstellen, miteinander diskutieren, interagieren.

Wir hören Janis Joplin in ihrer unverkennbaren Art singen, während Josefine Hawelka echte Buchteln serviert. Wir werden Maria Potesils verzweifelte Bemühungen sehen, ihren Pflegesohn freizubekommen und stumme Zeugen sein, wenn Gisela Legath auf ihrem Bauernhof jüdische Flüchtlinge versteckt. Wir sehen Christine Tounaillon 2000 kg Papier erhandeln für die Veröffentlichung ihres Lebenswerkes, indem sie 300 kg Schweine (!) dafür eintauscht, mit der Hilfe befreundeter Bauern.  Hermine Dasovsky wird uns begegnen, die uns voll Mitleid aus ihrer Gastwirtschaft in der Lobau ein wenig Essen zusteckt auf unserem Weg ins Lager. Wir hören Hannah Arendt streiten über die „Banalität des Bösen“, oder machen ein bisschen Yoga mit Susanne Schmida, die uns die Universalität aller Religionen vor Augen führt.